Tausende Zuschauer säumten zum Rosenmontagsumzug in Geisa die Straßen.
Geisa – Dicht an dicht standen die Menschen, ein Regen von Konfetti, Bonbons und anderen süßen Sachen ging auf sie nieder. Mehr als 65 Bilder und rund 2000 Mitwirkende – Kostümgruppen, Motivwagen und Kapellen – bildeten den riesigen bunten Tross, der sich stimmungsvoll durch Geisa bewegte. Die Sieger des Kostümballs, die Maya, waren eine farbenprächtige Gruppe im Umzug. Ebenso wie die Zweitplatzierten, die „Vier Elemente“. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt und die Gruppen hatten weder Kosten noch Mühen gescheut, um prachtvolle Kostüme zu gestalten. Riesenrettungsschirme liefen durch die Straßen, die auf die Griechenland-Eurokrise hinwiesen. Lego-Männchen bewegten sich schwerfällig im Umzug und Spielkarten wurden lebendig. Riesengroße bunte Torten aus des Prinzen Bäckerei machten Appetit auf Süßes. Schafe, Hühner, Schweine und Kühe vom Bio-Hof warben für ihre Produkte. Asterix eroberte mit seinen Mannen Geisa. Glücksbärchen, Clowns und riesige Zirkustiere, bunte Papageien, Massai-Krieger, Schneeköniginnen und eine schwarze Vampir-Schlossgesellschaft waren ebenso zu sehen wie Lappen mit monumentalen Holzschlitten, Amazonas-Indianer, Schneeflocken und gleich zweimal New York Police mit Knastis. Sagengestalten aus dem Zauberwald und Star-Trekkis mit ihrem Raumschiff wechselten sich mit Pippi Langstrumpf und den Igeln aus Bremen ab. Auch die Bermbacher waren mit ihrem Prinzenpaar im Zug und die Wenigentäfter gestalteten einen Wagen mit Prinzensuche. Das Silberprinzenpaar war mit an der Spitze des Zuges, da nicht nur der Prinz, sondern auch der Silberprinz aus den Reihen der Blauen Funken stammt, die dieses Jahr 60. Jubiläum hatten. Auf einer überdimensionalen Kutsche rollte das Prinzenpaar durch die Rainstadt.

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Foto: Josephine Drewes
Geisa – Und wieder war Petrus der Geisaer Narrenschar hold. Einige Sonnenstrahlen lugten durch die Wolken, als der närrische Tross des GHCC angeführt vom Fanfarenzug „Blaue Funken“ durch die Stadt zum Rathaus marschierte. Die Gardemädchen der Gelben, Roten und Grünen Garde trotzten dem kalten Wind und zeigten ihr strahlendes Lächeln. In einer Blauen Funkenmütze thronte das Prinzenpaar, auf einem Wagen, der an die Stadtmauer mit Diebestürmchen erinnerte. Scharf geladen war die Kanone der Bürgerwehr und nach fünf Warnschüssen Richtung Rathaus hisste Bürgermeister Martin Henkel die weiße Fahne. Gardeoberst Dirk vom Schleidsberg befahl seinen Grenadieren, das Rathaus zu stürmen und nach den verborgenen Schätzen zu suchen. Kampflos ergaben sich Bürgermeister und Ratsherren, die sich im Rathaussaal verschanzt hatten. Dann nahmen die Narren mit dem Prinzenpaar das Rathaus ein. Auf einem kunstvoll gestalteten Wagen mit Zinnen und Türmen nahm das Prinzenpaar seinen Platz ein. GHCC Präsident Heribert Mohr ehrte herausragende Fastnachter mit Orden und Urkunden. So erhielten Helga Fabig, die 1000 Meter Wimpelkette für die Innenstadt nähte und Funkenbruder Stefan Bader, der viele Jahre mit seinem Traktor maßgeblich an der Gestaltung des Hutzelfeuers mitwirkte. Dann übernahm Bürgermeister Martin Henkel das Wort und wunderte sich, dass schon wieder die fünfte Jahreszeit angebrochen ist. 58 Mal wurde schon das Rathaus von der Narrenschar erstürmt und ungebrochen ist die Begeisterung im zahlreich erschienenen Publikum. Er protestierte, „jetzt wo in Geisa alles so schön, da will man mir den Schlüssel wegnehmen, und ihr Narren, es könnt euch so passen, ich hol die Fördermittel und ihr wollt sie Fastnacht verprassen.“
Am 21. Januar haben Prinz Siegfried III. von der Grünen Au (Siegfried Henkel) und Prinzessin Annika IV. vom Schleidsberg (Annika Bader) den Narrenthron von Geisa Hinkelshagen bestiegen. Seitdem schwappt ihnen überall, sei es bei der Damengala, beim Schmücken der Prinzen- und Prinzessinnenallee und den damit verbundenen Feierlichkeiten, den Besuchen der Tische, auswärtigen Einsätzen und der Prunksitzung eine Welle der Begeisterung entgegen. Auf der schweben sie noch die nächsten Tage bevor es in die heiße Phase geht. Die drei – nein in Geis sind es eigentlich vier tolle Tage gleichen einem Marathon. Zum Faschingssamstag heißt es ab 11.11 Uhr bei der Prinzessin zum Hissen der Fahne: „Du darfst mich lieben für drei tolle Tage“ rechtzeitig aufzustehen. Ob die Ausscheller rechtzeitig erscheinen? Wer weiß, denn in diesem Jahr gibt es wohl blau-weiße Unterstützung, da dürfen wir gespannt sein. Gesungen, geschunkelt und gelacht wird natürlich auch, jedoch allzu lange darf es nicht gehen. Ab 16.01 Uhr sind die Senioren des Geisaer Amtes in die närrische Narrhalla eingeladen. Zur Seniorenfastnacht wird ein buntes Programm mit Höhepunkten der Saison geboten, die richtige Einstimmung auf die närrischen Tage. In ihren Proklamationen riefen das Prinzenpaar sinngemäß auf: „….schmückt die Häuser, Straßen und Gassen, für den Umzug der närrischen Massen, baut schöne Kostüme und herrliche Wagen mit Pracht, so feiern wir alle eine schöne Foasenacht…“. Durch die geschmückte Stadt wird lautstark der Fanfarenzug „Blaue Funken“ den GHCC, das Prinzenpaar und sein Gefolge am Sonntagnachmittag zum Rathausplatz führen. Die Erstürmung des Rathauses ist für die Bürgerwehr kein Problem – aber ob die Schatulle des Bürgermeisters mal wieder leer ist, werden wir erst dann sehen. Befinden sich noch Fördermittel „genial-zentral“ auf deren Boden, so hat das Prinzenpaar eine kleine Grundlage für die nächsten Tage. Sie haben dann die Schlüssel für das Geisaer Amt fest in ihrer Hand und geben diese erst am Aschermittwoch wieder zurück. Die Ratsherren werden sich wieder durch ein Narrenspiel freikaufen müssen, ein Gaudi für alle Beteiligten und Zuschauer und ein kleiner Trost bei einer leeren Stadtkasse. Farbenfroh, ideenreich und einzigartig sind dann am Abend die Kostüme zum Kostümball anzusehen. Einen kleinen Vorgeschmack konnte bereits das Prinzenpaar bei den Besuchen der Tischformationen sehen. Die kostümierten Massen im närrischen Palais werden wieder ein imposantes Bild und eine phantastische Stimmung geben. Nach der Prämierung wird noch getanzt und gelacht - jedoch mit Bedacht, denn am Morgen geht der Marathon wieder weiter. Zum traditionellen „Rosenmontagsfrühschoppen“ wird das Prinzenpaar allen Lokalitäten Geisas seine Aufwartung machen. Die Stadt ist schon geschmückt und

erwartet bei hoffentlich sonnigen Wetter tausende Gäste zum Rosenmontagsumzug - dem größten in Westthüringen – hier kann man dann die schönsten Kostüme vom Vorabend, viele Laufgruppen und Wagen befreundeter Vereine erleben und bestaunen – ein farbenfroher, abwechslungsreicher Zug wird sich durch die Stadt winden. Zwei Kommentatoren – am Marktplatz und an der Stern’s Ecke – werden die Zuschauer dabei mit allem Wissenswerten unterhalten. Zu gewinnen gibt es auch etwas, wobei schon allein das Dabeisein ein Gewinn für jeden ist. Prämiert wird der schönste Umzugswagen und das Zuschauergewinnspiel mit den Frisbee-Scheiben vom Grenadierswagen des GHCC ist schon Tradition. Eine Änderung gibt es auch in diesem Jahr – die Verlosung des Zuschauergewinnspiels findet im Anschluss am Kulturhaus statt. Dort werden auch die mitlaufenden Kapellen noch einmal Stellung beziehen und ihr Bestes geben. Ausgelassen geht es dann im Zelt oder- bei der zweiten Neuerung - zur Rosenmontagsparty im Kulturhaus weiter. Nach Abschluss der letzten Saison hatten sich bei der Umfrage zwei Drittel für diese Variante entschieden, also gibt es auch hier kein Verschnaufen. Das Prinzenpaar wird gegen 18.30 Uhr im Kulturhaus erwartet und wird dann mit den Kapellen den Massen einheizen.Der Faschingsdienstag ist zunächst den „kleinen Narren“ vorbehalten. Der Kinderumzug startet 13.31 Uhr vom Marktplatz mit einem kurzen Zwischenstopp an der Stern’s Ecke – hier warten die Blauen Funken – geht’s ins närrische Palais, dort heißt es "Bühne frei für unsere kleinen Narren". Am Abend ab 19.01 Uhr wird zum Kehraus erst noch einmal richtig gefeiert, bis dann kurz vor Mitternacht alle Aktiven und das Prinzengefolge die Narrenkappen ablegen.
Dem Prinzenpaar zur Ehre
Geisa( von Anna Günther-GHCC) Zur traditionellen Gala-Damensitzung erlebten die Narren im Kulturhaus zu Geisa am Samstag ein abwechslungsreiches und spritziges Programm. Dem amtierenden Prinzenpaar Prinz Siegfried III. von der Grünen Au und Prinzessin Annika IV. vom Schleidsberg zur Ehre stiegen Freunde, Bekannte und Vereine in die Bütt und erfreuten mit interessanten Einblicken in das Leben der Tollitäten. Wie in Geisa üblich, begleitete der Fanfarenzug der Blauen Funken das Prinzenpaar von seinem närrischen Domizil bis in das Kulturhaus. Munter eingestimmt durch närrische Geisaer Karnevalslieder konnte der Abend beginnen. Goldprinzessin Erika I. vom Fürstenstein wurde vom Saal mit einem tosenden Applaus zu ihrem 50. Jubiläum geehrt. Auch das Silberpaar, Ex-Prinz Thomas I. vom Wendelstein und Ex-Prinzessin Cornelia I. von Tulli zur Wasserburg, sagte Danke für 25 Jahre. Mit Witz und Charme erklärte Prinzessin Annika den Abend in die Hand der Frauen. Unterstützt von ihren Hofdamen ermunterte sie die Männer, sich heute ruhig einmal führen zu lassen. Anschließend brachten die 12 Mädels der Gelben Garde einen tollen Gardetanz auf die Bühne und erfreuten das Publikum mit diesem Augenschmaus. Die Prinzessin ist ein echter Lebensretter und engagiertes Mitglied der Feuerwehr. Ihre Vereinskollegen brachten Annika IV. voller Stolz ein Ständchen dar. Die Kleinsten des GHCC, die Weiße Garde, begeisterten das Publikum mit einem Showtanz unter dem Motto „Bibi Blocksberg“. Die Moderatorinnen Antje Neiße und Claudia Günther wiesen darauf hin, dass man sich über Nachwuchs wohl keine Sorgen machen müsse. Im Anschluss daran zeigte sich Brigitte Heller als eiserne Jungfer in der Bütt. Als ein wahres Urgestein des Geisaer Karneval erheiterte sie mit kessen Sprüchen. Das Tanzmariechen Sophia aus dem Kohlbachtal entzückte, wie schon bei vielen anderen Auftritten, mit flotten Schritten und akrobatischen Übungen.
Danach erwiesen die Blauen Funken Prinz Siegfried III. anlässlich des 60jährigen Jubiläums ihres Vereins alle Ehre. Bekleidet mit Zylinder und Frack, und nicht wie üblich in Blau-Weiß, überzeugten sie als stimmgewaltiger Männerchor. Weiter ging es mit dem Männerballett des GHCC. Voll maskuliner Power fesselten sie das Publikum mit ihrem Tanz „Meine Frau, die Spartaner und ich“. Der Tisch der Prinzessin stellte sein Können mit einem lustigen Tänzchen ebenso unter Beweis. Vor allem die Freunde der Prinzessin zeigten sich besonders engagiert und bestanden ihre Feuertaufe. Die Tanzgruppe Kohlbachtal „Flying Steps“ widmete ihren Tanz dem 35. Geburtstag von Biene Maja und feierten „Partyrock im Bienenstock“. Ein musikalisches Highlight war der Auftritt der Schoppesänger, die mit eindrucksvollem Gesang einen gebührenden Abschluss für das über 4-stündige Programm lieferten. Nach dem großen Finale mit allen Akteuren sorgte das Prinzenpaar mit der Kapelle Condor für gute Stimmung. Für die Große Prunksitzung (Wiederholungsveranstaltung), am 11.02. 2012- mit Höhepunkten aus 16 Stunden Bühnenkarneval, werden am Dienstag, dem 07.02. 2012, von 19.00 bis 20.00 Uhr im Kulturhaus die bestellten Karten und auch noch Restkarten verkauft. Bestellungen sind noch telefonisch 036964/95292 oder per Mail
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möglich.
Lang ersehnt und nun endlich da -
unsere frisch gedruckte närrische Geisaer Rosenmontagszeitung!!

Erhältlich während und nach der Gala-Damen Sitzung an der Kasse /Garderobe im Kulturhaus sowie ab dem 06.02.12 an allen bekannten Vorverkaufsstellen!!!
In der Prunksitzung des GHCC könnten sich die Narren, aus dem Geisaer Amt und den umliegenden närrischen Regionen, auf einen genialen Querschnitt aus den Büttenabenden der aktuellen Saison 11/12 freuen.

Kartenvorbestellung:
per E-Mail an
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oder
Kartenvorverkauf am Dienstag, 07.2.2012 um 19- 20 Uhr im Kulturhaus
Prinz Siegfried III. von der Grünen Au (Siegfried Henkel)
Prinzessin Annika IV. vom Schleidsberg (Annika Bader)
wurden in der Karnevalshochburg der Rhön - Geisa - zum 58. Prinzenpaar der Rainstadt gekürt.
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